Im Wettbewerb mit großen Softwarehäusern und wissenschaftlich aufgezogenen Controllinglösungen ist FISCHER KONZEPT manchmal ein Kampf gegen Windmühlen. Dies ist aus 2 Gründen kein Anlass zur Entmutigung. Erstens ist die Trefferquote viel höher, indem es den Unternehmen, die das Konzept umgesetzt haben, überdurchschnittlich gut geht. Zweitens gibt es Hinweise, dass preisgünstige, wenig differenzierte Basissysteme, ergänzt durch individuelle Lösungen, noch (oder wieder) eine große Zukunft haben.
Referenz 1:Eine Molkereigenossenschaft Größe: 1.500 Kunden, 300 eigen erzeugte Verkaufsartikel, 1 Betriebsstätte Produktstruktur: Frischprodukte, Joghurt, Frischkäse, Hart- und Schnittkäse Ergebnisentwicklung: Gute und stabile Gewinnlage Wertung: Seit 3 Jahren 2 Cent/kg Milch = 4 % vom Umsatz besser als die umliegenden, erheblich größeren Unternehmen. Weitere Entwicklung: Eine Erneuerung der Anwendung ist geplant. In den großen Datenmengen, resultierend aus der differenzierten Kunden- und Produktstruktur, sind insbesondere die noch bestehenden Dateiverknüpfungen störend. Erfolgserlebnis: Ein nach europäischem Maßstab kleiner Betrieb, der so viele verschiedene Produktionen hat, dürfte längst nicht mehr existieren (denkt die Konkurrenz). Was auffällt: Die hochmoderne Joghurtabteilung ist nur zu 30 % ausgelastet, die veraltete Käserei läuft auf Hochtouren. Ein Paradebeispiel dafür, dass das menschliche Auge in der Betriebswirtschaft eher ein Störfaktor ist.
Referenz 2:Eine Mühle, privat Größe: 120 Kunden, 70 eigen erzeugte Verkaufsartikel, 1 Betriebsstätte Produktstruktur: Weizen- und Roggenmehle, Silo- und Sackware Erfolg: Rohertragsverbesserung um mehrere %-Punkte innerhalb eines Jahres. Wertung: So genannte Beweisreferenz, weil sich im angegebenen Zeitraum sonst nichts geändert hat. Es sind die gleichen Kunden, die gleichen Produkte und die gleichen Mengen. Geändert hat sich lediglich, dass zuvor auf Umsatz und Marktanteile geachtet wurde und jetzt mehr auf die Kundenrendite geachtet wird.
Referenz 3:Eine Privatmolkerei Größe: 2.700 Kunden, 450 eigen erzeugte Verkaufsartikel, 3 Betriebsstätten Produktstruktur: Frischprodukte, Joghurt, Hart- und Schnittkäse Konzeptentwicklung: Module Betriebsübersicht, Materialwirtschaft und Kostenrechnung wurden 1995 geliefert. Betriebsübersicht ist bis heute unverändert im täglichen Einsatz, Materialwirtschaft und Kostenrechnung sollten durch eine Komplettlösung ersetzt werden, diese wurde später wegen zu hoher Kosten abgebrochen. Ein neuer Controller will nun die unerledigten Aufgaben mit Excel neu aufrollen. Diese Überlegung wurde durch die Entwicklung in einigen anderen Unternehmen begünstigt, wo große Lösungen zwar nicht abgebrochen werden, aber große Probleme aufwerfen. Was auffällt: Während die etablierte Softwareindustrie weiter ihre großen Lösungen propagiert, gibt es hier eine vollkommen gegenläufige Entwicklung mit Leuten, die beide Seiten kennen. Alles ist im Fluss. Wer glaubt, in der EDV sei ein Endpunkt erreicht, liegt sicher verkehrt. Vielmehr ist anzunehmen, dass die Entwicklung weiter geht und die Zukunft noch einige Überraschungen liefern wird.